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 Bushaltestelle

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Kyrie Dearing

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: verunsichert
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: Haare sind zu einem Zopf gebunden, trägt schweres Gepäck mit sich herum

BeitragThema: Bushaltestelle   So Sep 23, 2012 8:29 pm

das Eingangsposting lautete :

Wie jede Stadt benötigt natürlich auch eine wie New Raccoon sowas wie eine Bushaltestelle, da nicht jeder das Geld, bzw. die Möglichkeit dazu hat, mit der U-Bahn oder mit dem Zug über längere Strecken zu fahren. Im Gegensatz zu kleineren Dörfern, ist diese Bushaltestelle jedoch ein klein wenig größer, bietet vielmehr an Sitzgelegenheiten so wie einen kleinen Kiosk ganz in der Nähe. Auch Nachts fahren hier die Busse, allerdings auch nur zu bestimmten Zeiten und nie Sonntags.
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Kyrie Dearing

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BeitragThema: Re: Bushaltestelle   Fr Jan 11, 2013 9:24 pm


Die Frau schien ziemlich weise Sprüche auf Lager zu haben, wie Kyrie gerade feststellte. Das meiste davon prägte sie sich sogar ein und versuchte, etwas positiver an die Sache ranzugehen. Geduld würde sie wohl in dem Falle auch benötigen, denn die Straßen waren groß und unübersichtlich, die Namen verworren und schwer zu merken, so wie die Straßenschilder ziemlich gut versteckt waren. Ihr blick gleitete nach oben, irgend eine Seventh Avenue erblickend, die sie noch nie zuvor gesehen hatte. Aber Moment. Warum fragte sie die braunhaarige denn, wie weit es noch sei? Wollte sie ihr nicht eigentlich aushelfen und den Weg weisen?

,,Um ehrlich zu sein, habe ich keine Ahnung. Sie wollten mir schließlich helfen, die Wohnung zu finden, oder etwa nicht? Also, das soll kein Vorwurf sein oder etwas dergleichen. Ich...meinte nur..."

Und bevor sie wieder irgendetwas falsches sagen oder irgendwie falsch reagieren konnte, hüllte sich Kyrie viel lieber wieder in Schweigen und biss sich sanft auf die Unterlippe. Die Gefahr, dass sie wohlmöglich erneut 'durchdrehen' könnte, wollte das Mädchen wirklich nicht eingehen. Sie wollte im Moment einfach nur noch nach Hause, ihre Sachen verstauen und sich anschließend hinlegen. Ja vermutlich würde sie nicht einmal mehr was einräumen wollen. Das kann auch Morgen erledigt werden. Mit schnellen Schritten überquerte sie die Straße und beschaute sich die Wohnungen. Und...siehe da? Sie erkannte ihre Wohnhälfte sofort wieder und eilte darauf zu, das braune Haar leicht hin und herflatternd. Mit dem Gepäck fiel ihr das auch ganz und gar nicht schwer, denn das meiste hatte auch Mireille im Schlepptau. Immernoch ein ziemliches Phänomen, dass sie so viel auf einmal tragen konnte.

,,Oh, ich habe sie gerade gefunden! Das ist meine Wohnung, ja!"

Schon peinlich, wenn man mal bedenkt, dass sie nun schon seit einigen Wochen hier in New Raccoon lebte aber die meiste Zeit hatte sie sich auch in den Laboren herumgetrieben und dort ebenfalls übernachtet. Nun war sie aber glücklicherweise wieder 'zu Hause' und könnte beginnen, sich einzuleben und etwas mehr ins Stadtleben zu integrieren, neue Leute kennenlernen und so weiter und sofort. Das Einrichten zählte natürlich auch dazu, denn im Moment wirkte ihre Wohnung noch recht traurig und kümmerlich. Vor der Wohnung stehend, wartete sie dann auf Mirelle, dass sie folgen und sich die beiden dann wohlmöglich auch gleich noch verabschieden könnten. Obwohl...nein. Es wäre vielleicht ganz gut, wenn sie ihr noch beim Tragen helfen könnte. Probleme schien sie damit ja nicht zu haben, auch wenn Kyrie sie deswegen nicht ausnutzen wollte oder sowas. Sie wartete einfach mal ab.

tbc : Kyrie's Wohnung
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Mireille Jada Morrison

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BeitragThema: Re: Bushaltestelle   Do Jan 17, 2013 10:33 pm


Das Mädchen schien wirklich vollkommen auf ihre Hilfe zu zählen. Das war in Ordnung, jedoch konnte Mireille keine Wunder bewirken und schüttelte somit einfach nur den Kopf, da sie diese naive Art und gutgläubigkeit nicht verstehen konnte. Bei ihr war es sogar so schlimm, dass es schon fast wieder weh tat. Die Maid musste sich beherrschen, die Handfläche nicht gegen den Kopf klatschen zu lassen, ermahnte sich zur Vernunft und marschierte mit dem schweren Gepäck dann einfach weiter. So sehr sie auch versuchte, normal zu wirken, das Gepäck war eigentlich recht leicht und ganz und gar nicht schwer. Zumindest nicht für sie. Jeder andere Bürger würde etwas anderes behaupten, zumindest, wenn dieser dieselbe Statur hätte wie sie - klein, zerbrechlich und schwächlich. Vom Äußeren her. Schweigend folgte die lilahaarige der Brünetten und machte sich ein wenig Gedanken um alles folgende für diesen Abend. Würde sie der Kleinen noch einen Schrecken einjagen oder doch gleich nach 'Hause' gehen? Tja, in Wirklichkeit hatte sie ja gar kein zu Hause sondern war vielmehr auf Streife um sich ein williges Opfer zu suchen und dieses dann aus der Wohnung zu schmeißen. Nein, natürlich kein Blut getrinke. Damit wollte sie aufhören. Das waren ihre guten Vorsätze...die vermutlich eh nicht lange halten würden. Warum sollte sie sich auch darum schehren? Die Menschen waren ihr egal und so auch dieses naive Dummerchen, welches sie gerade begleitete. Sie war ihr gegenüber ohnehin skeptisch geworden also warum nicht gleich aus dem Weg räumen? //Nein Ich muss mich beherrschen. Sowas darf ich jetzt noch nicht bringen// Es war schließlich ihr erster Tag in New Raccoon und da sollte man schon darauf achten, nicht weiter aufzufallen. Und so ein aufgeschlitzter Frauenkörper irgendwo auf dem Apshalt..ja doch, der würde schon ins Auge springen. Außer, die Gute stellt das natürlich etwas geschickter und mit mehr Stil an. Aber darauf hatte sie nie wirklich Wert gelegt. Alles, was sie immer wollte, war ihre Beute bis auf's letzte Tröpfchen Blut aussaugen. Der Rest war ihr egal. Und dann, glücklicherweise, schien diese Kyrie endlich ihre Wohnung gefunden zu haben. Ein Glück. Monoton stand sie da und bewegte ihre lippen, ehe doch ein paar Worte ihre Lippen verließen. ,,Na wundervoll. Dann können wir das Gepäck ja endlich raufbringen." Ihr weiterhin folgend machte sie sich immernoch Gedanken über das weitere Fortlaufen dieses Treffens. Gutes oder böses Ende...das würde die Zeit schon zeigen.

tbc : Kyrie's Wohnung
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Yakira Videl Phaena

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BeitragThema: Re: Bushaltestelle   Mo Dez 01, 2014 8:27 pm

cf. Kleiner Geh- und Fahrradweg

Der Morgen war am anbrechen, mehr und mehr, und der süßliche Duft eines weiteren Tages und der sich erstreckenden Blätter von Blumen aller Art erfüllte die Luft, verzauberte die Sinne von Yakira sodass sie nicht anders konnte und die Augen für einen kurzen Moment schloss. Sie lief aber dennoch weiter, obgleich sie nicht sah, wohin eigentlich. Das musste sie auch, um ehrlich zu sein, gar nicht denn ihre Instinkte leiteten sie stets verlässlich, weshalb sie selbst bei Erblindung noch immer so laufen und sich zurechtfinden könne, als wäre nie etwas geschehen. Doch erfreut sie sich natürlich bester Gesundheit und auch darüber, ihr Augenlicht noch immer zu besitzen. Ohne würde ihr schließlich auch etwas fehlen. So wie wohl jedem Menschen. Der eine könne besser damit umgehen als der andere, ganz klar -- und sie gehörte eigentlich zu den Gesellen, die sich ihrer Umgebung und neuer Sachlage recht gut und schnell anpassen konnten. Doch würde sie den Verlust betrauern, still und geheim.

Ihre langsamen Schritte hallten durch die noch verlassenen Straßen New Raccoons und der kalte Asphalt zu ihren Füßen erzitterte und bebte mit jedem Schritt, jedem 'Klick', welches ihre Absätze von sich gaben. Die Hasenohren wippten auf und ab, verdeckt unter dem Stoff, den sie sich als Hauptschutz angeeignet hatte. Er wirkte komisch, kratzte hier und da sogar ein wenig aber im Grunde mochte sie das Gefühl der Wärme, obwohl sie sich sicher war, das mit Anbruch des Morgens auch sehr rasch die extrem hitzigen Temperaturen zurückkehren würden. //Solange wir nur schnell in ihre Wohnung finden und so den Schutz des Schattens ersuchen, ist mit alles Recht.// Nun, da sie aber doch länger umherwanderten als anfangs vermutet, wurde Yakira doch ein wenig skeptisch und betrachtete die Situation mit viel Misstrauen. Wusste sie wirklich, wo sie eigentlich hinliefen oder tat sie einfach nur so? Und was, wenn es wohlmöglich eine Falle sein könnte? Gewiss wollte sie Miku nichts unterstellen, vor allem nicht, nachdem sie ihr das Leben gerettet und ihr geholfen hatte, sich wieder in einen Menschen zu verwandeln. Andererseits aber könnte das der Clue sein. Sie könne versuchen, sie loszuwerden, um somit ihr Geheimnis, welches es nun auch immer war, für sich behalten zu können. Das wäre zumindest ein in der Tat deftiger Grund. Doch sprach die Menschenkenntnis Yakira's in lauten Tönen zu ihr und ließ sie vermuten, dass es nur aberwitziger Wahn war, den sie sich hier selbst einredete. Menschen zu vertrauen war fatal -- doch war Miku ja in dem Sinne kein gewöhnlicher Mensch. Sie müsse es wohl einfach auf sich ankommen lassen und wenn auch mit möglicher Peitsche auf eigene Faust erfahren. ,,Nun? Sind wir denn bald da?", erfragte sie dann nach einer langen Pause der Stille und öffnete die Rubinroten Augen abermals, die junge Figur vor sich betrachtend, die fast einen ganzen Kopf kleiner als sie selbst war, wenn man mal von den Absätzen absah. Vor ihnen schien auf jeden Fall mal ein größerer Platz der Stadt zu liegen, in welchen viele der Gassen hier mündeten. Könnten sie also nahe genug am Ziel sein? Das blieb nun wohl wirlich nur zu hoffen.
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Miku Hinasaki

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BeitragThema: Re: Bushaltestelle   Di Dez 23, 2014 10:35 pm

cf. Kleiner Geh- und Fahrradweg

Die leicht frische und feuchte Nachtluft hatte sich schon bald wieder verflüchtigt und machte dem warmen Aroma des Sommers Platz, welches mit dem Morgen über die Welt brach. Miku mochte den Sonnenaufgang, die warme Ausstrahlung und die Färbung des Himmels, wenn sich die Sonne langsam aus ihrem Versteck erhob und der Mond zu verblassen und in weite Ferne zu rücken schien. Es stimmte sie irgendwie verträumt, aber auch hoffnungsvoll. Sie steckte im Moment zwar in keiner großen Klemme, doch erhoffte sie sich durch den Aufenthalt hier in New Raccoon einerseits ihrer Chefin und auch Freundin Rei eine Stütze auf ihrem Weg sein und bleiben zu können, andererseits aber auch etwas zu finden, das ihren Fluch ausgleichen, vielleicht sogar für immer unwirksam machen würde. Schließlich könnte sie nicht ewig so weiterleben, oder? Zumindest nicht ganz so in Frieden, wie sie es vielleicht gerne hätte. Zudem kam nun eben auch noch die angespannte Situation, in welcher sie sich in diesem Moment befand, die Begleitung der Weißhaarigen, die unbedingt Antworten von ihr hören wollte, diese auch bekommen würde und das mit absoluter Sicherheit, denn schließlich hatte sie der Brünetten das Leben gerettet. Ihr diese also zu verwehren, wäre mehr als nur undankbar und unhöflich. Und so war Miku gewiss nicht erzogen worden. Sie würde die Sache schon irgendwie schaukeln. Wie genau wusste sie zwar noch nicht aber noch hätte sie ja genügend Zeit, darüber nachzudenken. Still wurde es um die beiden, während sie die Straßen entlangmarschierten und die Brünette versuchte sich darauf zu konzentrieren, nicht die falsche Abzweigung zu nehmen. Wie es ja unverkennbar war, hatte Miku nicht den besten Orientierungssinn, was man ihr allerdings auch keinesfalls übel nehmen könnte, denn immerhin wohnte sie erst seit ein paar Tagen in New Raccoon. Viel zu kurz, um die Straßen und typischen Gegenden zu kennen doch würde sie sich Mühe geben, dies für die Zukunft zu ändern und auch nun wenigstens die Bushaltestelle zu finden. Immerhin war dies die erste Station gewesen, die sie von New Raccoon hatte kennenlernen dürfen, mal abgesehen von der U-Bahn.

Scharf nach Links abbiegend, hielt sich Miku streng an die Schilderung und deutete dann in die Ferne, auf das kleine Häuschen in der Mitte des Platzes vor ihnen, so wie die Fahrgestelle, die ruhig, schon fast tot, drum herum abgestellt waren. Wie auf einem kleinen Parkplatz. Ja, das musste die Bushaltestelle sein. Kein Zweifel. "Ja, wir sind gleich dort. Nur noch ein paar Schritte. Da hinten ist das Häuschen schon zu sehen. Ich erinnere mich sehr gut daran", erklärte das junge Fräulein dann und lief weiter, ein schwaches Lächeln ihre Lippen heimsuchend. Dort angekommen, benötigten sie nur mehr die Karte der Stadtviertel und dann könnten sie sich nach Rei's Wohnung umschauen, notfalls vielleicht auch ein paar Passanten befragen, denn die schienen sich nun langsam aus ihren Häusern zu wagen und auf die Arbeit oder sonstwohin zu begeben. Es würde vermutlich die Dinge ein wenig ärger in die Länge ziehen, ganz zur Unfreude ihrer Begleiterin, aber eine andere Möglichkeit gäbe es wohl nicht. "Dann müssen wir nur noch nach der Karte Ausschau halten und wir können endlich nach Hause. Oder bessergesagt, zu meinem... Haus. Oder das meiner Chefin." Irgendwie war es ihr ja schon unangenehm, so vor jemand anderes sprechen zu müssen. Als hätte sie kein eigenes Leben, keine eigene Bleibe und erst Recht kein eigenes Geld, wäre von ihrer Chefin abhängig -- aber das stimmte nicht. Miku hatte Geld, einen Job und sehr wohl ein eigenes Leben. Doch wollte sie einfach nicht alleine sein. Das war alles.
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Yakira Videl Phaena

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BeitragThema: Re: Bushaltestelle   Fr Jan 30, 2015 9:25 pm

Die Hasendame reckte den Nacken und blickte prompt empor des Himmelszeltes, die vereinzelten Strahlen der aufgehenden Sonne mit ihren Feuerroten Augen einfangend. Ein Wunder, dass die Brünette sie deswegen bislang noch nicht angesprochen hatte, wirklich. Normalerweise bekamen die Leute immer Panik, stellte allerlei Fragen auf einmal und wunderten sich, ob es tatsächlich farbige Kontaktlinsen oder sowas in der Art sein könnten, oder auch ein genetischer Effekt. Zweiteres war selbstverständlich eher an der Tatsache dran, jedoch handelte es sich bei Yakira um keinen 'Defekt' im Sinne des Wortes, welches die Menschen wohl glaubten zu kennen, sondern viel eher eine spezielle Genentwicklung hervorgerufen durch wissenschaftliche Experimente. Schließlich hatte sie als Versuchskaninchen für Umbrella's Werke hinhalten müssen und das über mehrere Jahre hinweg. Sie hatte sozusagen ihre gesamte Kindheit damit verbracht, irgendwelche Injektionen und andere Lösungsmittelchen eingeflößt zu bekommen. Im Moment... wollte sich die Hasendame aber beim besten Willen nicht genauer daran erinnern sondern sich auf das eigentliche Bestreben konzentrieren : Nämlich die Auffindung der Wohnung, die, wie Miku beschrieben hatte, ihrer Freundin gehörte, sie dort jedoch Unterschlupf fand. Da sie allerdings erst kürzlich eingezogen war, wusste sie den Weg nicht auswendig und darum... waren sie beide gezwungen, nach einer Karte Ausschau zu halten, die sie wohl hoffentlich ans Ziel bringen könnte. Und solch eine Karte ließe sich nun einmal am besten an Bahnhöfen oder Bushaltestellen auftreiben, dort wo die Reisenden ein- und ausgingen, einen Leitfaden benötigten, etwas, dass sie führte. Blieb nur zu hoffen, dass diese frei zu beschaffen waren und nicht verschlossen hinter Vitrinen oder den Jalousinen von Verkaufshäuschen. //Und wenn doch...muss ich eben nachhelfen. Umsonst will ich diesen ganzen Weg sicherlich nicht gegangen sein.// Egal ob Miku nun davon Wind bekommen würde oder nicht -- es würde für sie keinen Unterschied mehr machen. Vielleicht könne sie sie aber auch erfolgreich ablenken, woanders hinschicken und in der Zwischenzeit die Sachen beschaffen. Doch nun hieße es erst einmal, sich in Geduld zu üben und abzuwarten, was passiert.

Mit einem Nicken tat die Mutantin dann kund, dass sie die Worte vernommen und auch verstanden hatte, das Ziel klar vor Augen, welches nun nicht mehr weit von ihrem jetzigen Standpunkt entfernt war. Nicht etwa, weil sie Miku vollendst vertraute, sondern aufgrund der Tatsache, dass sie es selbst wittern, ja riechen konnte. Die Abgase, das Öl und der Geruch von Gummi der ausgewechselten Reifen -- Ja die Bushaltestelle war zum Greifen nahe. Nur noch ein paar Meter mehr und dann hätten sie es geschafft. //Nun müssen wir nur noch fündig werden.// Kaum waren die letzten Meter überbrückt, schon standen sie inmitten der Kabinen des Platzes, welcher bislang noch absolut leergeräumt und verlassen war. Nicht einmal Arbeiter waren Vorort, doch das sollte sie nicht weiter stören. Je weniger Augenzeugen, desto besser und die Sache wäre auch viel schneller erledigt, vollkommen unkompliziert. ,,Sieht so aus, als wären wir hier. Irgend eine Idee, wo diese 'Karte' nun genau sein könnte?", erklang die kraftvolle Stimme der Häsin, während sie zum Stehen kam und sich das Mädchen zu ihrer Linken betrachtete, darauf wartend, dass sie ihr eine Antwort schenken würde. Vorausgesetzt natürlich, sie hatte eine parat. So planlos, wie sie allerdings durch die Weltgeschichte wanderte, glaubte sie das irgendwie anzuzweifeln. Vielleicht war es aber auch nur so ein Gefühl. Sich schon einmal von selbts auf die Suche machend, allerdings nicht zu weit von ihr entfernend, blickte sich Yakira um, jeden Fleck genauestens unter die Lupe nehmend. Auf den ersten Blick hin konnte sie jedoch nichts entdecken, dass auf eine freie und kostenlose Kartenausgabe hinweisen könnte.
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Miku Hinasaki

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BeitragThema: Re: Bushaltestelle   Do Apr 16, 2015 8:15 pm


Miku blickte sich um, die Worte ihr im Halse stecken bleibend. Tja, so weit hatte sie nicht gedacht. Diese Karten konnten im Grunde überall herumliegen. Am wahrscheinlichsten wäre es natürlich in Nähe eines Ticketschalters oder einem Informationsstand doch diesen mussten sie A, erst einmal finden und B, musste nicht gesagt sein, dass sie dort wirklich auf das antreffen würden, was sie sich erhofft hatten, zu erblicken. Das ihre Begleitung sichtlich unruhiger wurde und langsam aber sicher die Geduld verlor, war nur sehr unschwer zu erkennen. Übel nehmen konnte man es ihr allerdings auch nicht, denn immerhin war sie nun schon Stunden, ja fast schon einen ganzen Tag lang mit Miku unterwegs und wirklich viel erreicht hatten sie beide nicht. Zumindest glaubte sie zu wissen, dass Yakira's Interesse einzig und alleine nur an Miku's merkwürdigem Geheimnis rund um ihre 'Verwandlungskünste' haftete und an nichts anderem. Nun also nach Hause zu kommen, einen ruhigen Ort aufzusuchen, stand ganz weit oben auf der 'To-do'-Liste und da Miku ihr ja ohnehin noch etwas schuldete, würde sie alles daran setzen, ihr den Gefallen zutun und die Antworten zu liefern, die sie ihr geben könnte. Allzu viel über dieses verwunschene Dasein, welches sie schon seit geraumer Zeit führte, konnte auch sie immerhin nicht preisgeben. Der Rest musste erst noch herausgefunden und analysiert werden. //Und welcher Ort könnte besser sein, um Informationen über okkulte Dinge und Mythologien zu sammeln, als die Stadtbibliothek.// Zumindest haftete all ihre Hoffnung an diesem einen Ort. Er müsse ihr einfach Antworten liefern, ansonsten wäre sie ziemlich aufgeschmissen. Es sei denn, Yakira wusste etwas darüber. Rei schien auch einiges an Wissen zu besitzen, genügend Erfahrungen über die Jahre gesammelt zu haben, vor allem was Geschichte und Folklorerei anging -- doch wusste sie nicht um ihren Status bescheid. Und das würde sie auch gerne so beibehalten. Zwar legte sie großes Vertrauen in die Hände ihrer Chefin und auch Freundin, doch gab es Dinge, die ein anderer wohl besser nicht erfahren sollte. Zumindest für den Moment noch nicht, wo sie doch noch immer mit leeren Händen dastand und keine Lösungen parat hatte, geschweigedenn, Erklärungen.

Nun aber zurück zum eigentlichen Problem. Sie versuchte die Ruhe zu wahren und sich konzentriert umzuschauen, durch die geschlossenen, recht staubigen Vitrinen der Schalter und anderen Verkaufshäuschen. So etwas wie einen Kartenstand jedoch, konnte sie soweit nicht erkennen. Zumindest nicht außerhalb. Nicht einmal bei den Bushaltestellen selbst konnte sie etwas derartig ausfindig machen. //Wundervoll. Das heißt, wir sind vollkommen umsonst hergekommen? Das wird meine Begleiterin wohl gar nicht gerne hören.// Aber, vielleicht war noch nicht alles verloren. Die Karten konnten genauso gut in den Häuschen sein. Wenn man also nur geschickt genug rangehen und versuchen würde, die Türen zu öffnen, so könnte man... //Nein, nein, nein! Du wirst nicht zur Kriminellen, Miku! Das ist ein absolutes Tabu! Du bist zu Gast in einem fremden Land, da erwarten die Leute Diskretion und Anstand von dir. Nicht den Missbrauch des Gesetzes//, ermahnte sie sich jedoch prompt in Gedanken und begonn unwissentlich an einem ihrer Nägel zu knabbern, die Nervosität und Ratlosigkeit ihr deutlich ins Gesicht geschrieben stehend. Nach ein paar Minuten wandte sie sich dann der Weißhaarigen zu, seufzend und sichtlich verwirrt. "Ich... ich schätze hier draußen werden wir nichts finden können. Zumindest nichts zum Mitnehmen. Das Einzigste, das wir nun also machen können, ist die große Karte anschauen und den Weg einprägen. Der Rest ergibt sich dann. Hoffentlich." Das war immerhin besser, als gar keinen Anhaltspunkt zu haben, richtig? Zumindest hoffte sie, dass ihre Begleitering sich die Worte zu Herzen nehmen und nun kein Drama draus machen würden. Sie wirkte zwar sehr ruhig und gefasst, doch konnte das auch nur die Ruhe vor dem drohenden Sturm sein.
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Yakira Videl Phaena

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BeitragThema: Re: Bushaltestelle   So Jun 28, 2015 9:22 pm


Auch Yakira blickte sich mit ihren scharfen Sinnen um, schlug die andere Richtung ein, damit sie nicht dieselbe Stelle doppelt absuchen würden. Ihre Augen scannten jeden noch so kleinen Winkel mit überaus großer Präzision, schossen innerlich ein Bild davon, damit sie sich die Gestaltung der Umgebung so gut wie möglich einprägen könne. Wie sagten die Menschen noch gleich dazu? Fotografisches Gedächtnis? Sie wusste zwar nicht, warum genau dieser Platz von allen irgendwann einmal von Bedeutung werden könnte aber man weiß ja nie, was das Leben noch so für einen bereit hält. Vielleicht gerät sie irgendwann einmal in die Bredouille, weiß weder Aussicht noch Rat und verrirt sich an diesen Platz. Hier würde sie sich dann aber auskennen, jeden Winkel, jede Ecke kennen und dieses Wissen zum Vorteil machen. Diese Stadt war groß, die Gefahr, die in den Schatten lauerte größer und genau aus diesem Grunde sollte Yakira ihre Umgebung kennen wie ihre eigene Seitentasche. Was sie jedoch ziemlích verwunderte, waren die dicken Staubschichten, die sich hinter den Vitrinen der Informationsschalter angesammelt hatte. Dabie war sie eigentlich davon ausgegangen, dass hier gerade unter der Woche, meist auch an Samstagen, viel Betrieb herrschte und man sich um die Fahrgäste kümmern musste. Stattdessen aber wirkte die Haltestelle wie ein verdammter Friedhof, ein Ort der für Geister regelrecht geschaffen war. Und wenn die Leute hier schon länger nicht mehr waren, wie stünden dann eigentlich die Chancen, tatsächlich eine Karte oder sowas in der Art auftreiben zu können? Die Hasendame verlor mehr und mehr die Zuversicht, dass sie tatsächlich fündig werden könnten, rechnete also jetzt schon fest damit, dass sie den Weg wohl ohne Weiser beschreiten müssten. Das Einzigste, dass hierbei noch aushelfen würde, wäre die Passanten zu fragen, die ihnen über den Weg laufen würden. //Je eher wir endlich zu ihrem Apartment gelangen, desto besser.// Schon schlimm genug, dass die junge Frau den Weg nicht einmal selbst wusste, obwohl sie diesen Ort doch 'zu Hause' nannte. Andererseits könnte man es ihr wohl aber auch nicht verübeln oder krumm nehmen. Laut ihrer Aussage war sie nur zu Gast bei einer Freundin, vor ein paar Tagen erst in der Stadt angekommen. Da waren die Sinne eben noch nicht allzu ausgeprägt. Nicht so, wie ihre eigenen. Sie würde es ihr also verzeihen, hoffte einfach darauf, dass die Geschichte, die sie geliefert bekommen wüde, die Zeitverzögerung auch wert sei.

Nachdenklich striff sie an den Glasfronten vorbei, erreichte auch relativ schnell die Letzte Kabine, ehe sie voller Ernüchterung feststellen musste, dass keine einzige Mappe herumlag, die auch nur ansatzweise der Anfertigung einer Karte ähnelte. Ihre Reihe war also ein Reinfall gewesen. Vielleicht aber hätte Miku ein klein wenig mehr Glück. Nur wenige Minuten später machte diese auch schon etwas weiter hinten auf sich aufmerksam, weshalb Yakira nicht lange haderte und sich zu ihr hinüber begab. Ob sie Erfolg hatte? Sie hoffen wäre es -- etwas in ihr sprach jedoch vom Gegenteil. Welches die Brünette auch sogleich aussprach. Sehr zum Verdruss der Mutantin aber da half wohl alles ärgern nichts. Sie mussten über einen Plan B nachdenken, sich einen kleinen Ausweg zurechtlegen, der eben ohne Mini-Map stattfinden würde. Wobei, der Vorschlag, der dann seitens Miku noch folgte, war gar nicht einmal so schlecht. Nur hatte die Häsin eine weitaus bessere Idee. Kopfschüttelnd trat sie an ihr vorbei, blickte in Richtung der kleinen Haltestelle, die überdacht war und frisch lackiert wirkte, einfach weitaus neuer und schicker als die Ticketschalter selbst. Bevor sie jedoch darauf zuschritt, wandte sie ihren Blick ein weiteres Mal an das Mädchen, gestikulierte mit einer Hand, dass sie sich umdrehen und ihren Rücken an Yakira wenden sollte. ,,Warte hier auf mich und blicke an die Wand dort drüben. Ich werde mich darum kümmern." Mehr an Erklärung sprach sie gar nicht, drehte sich einfach nur auf dem Absatz und trat an die kleine Wartekabine heran, die große Karte bereits erblicken könnend. Diese jedoch war hinter einem Glaskasten verschlossen. Eine ihrer leichtesten Übungen. Noch einmal zu Miku geschaut, um auch absolut sicherzugehen, dass sie nicht schaute, holte Yakira einmal kurz und schmerzlos mit der Faust aus, haute diese in die Glasfront, welche sogleich zu splittern und eine Form anzunehmen begonn, die einer Spinnenwebe glich. Ihre Nägel taten dann den Rest, rissen die Splitter aus der Fassade und machten somit den Weg zur Karte frei. Diese ergriff sie sogleich, zog sie aus dem kleinen Gefängnis heraus und pustete die restlichen Scherbchen von der Bildfläche. Das Papier knisterte und knackste in ihren Händen, ihre Krallen fuhren wieder ein und nahmen die übliche Länge an. Somit wäre das Problem wohl entgültig geklärt und die Karte endlich gefunden. Stolz über die Errungenschaft begab sich Yakira zurück zu Miku, tippter ihr kurz gegen die Schulter und reichte die Karte mit ausgestrecktem Arm als wäre sie eine Art präsent. ,,Hier. Nun können wir endlich zu deinem Unterschlupf, nicht?"
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Miku Hinasaki

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BeitragThema: Re: Bushaltestelle   Do Aug 27, 2015 5:25 pm

Die Nachricht, die Miku zu überbringen hatte, die, zugegebenerweise, nicht sonderlich erfreulich war, schien der Weißhaarigen gänzlich zu missfallen. Sie hatte wohl etwas anderes erwartet, besonders nach diesem irrsinnig langem Fußmarsch von Stadtpark zu Bushaltestelle, nur um hier abermals und wieder mit leeren Händen und Ratlosigkeit dazustehen. Wären die Dinge nur ein klein wenig anders verlaufen, müsse sich die Japanerin nun wohl kaum so schlecht fühlen, wie sie es im Moment tat. Die Frau könnte ihres Weges ziehen, würde nicht von ihrer Neugierde getrieben werden, denn Anspruch auf Informationen und Antworten hatte sie nun allemal, nachdem sie Miku das Leben gerettet hatte. Die konnte sie ihr keinesfalls verwehren. Wären sie jedoch nie aufeinandergetroffen und hätte sie sich gar nicht erst in eine Katze verwandelt, so wäre ihnen das ein oder andere Missgeschick erspart geblieben und sie würden nun nicht länger hier herumstehen und Möglichkeiten abwägen, wie sie schnellstmöglich zu ihr nach Hause finden könnten. Zwar fürchtete sie ihre Gegenüber nicht aber manche ihrer Mimiken waren schon äußerst einschüchternd, um nicht zu sagen herrisch und kühl. Sie könne ihr vor Wut ausrasten, eine schellen und... und ... ! //Nein, so wirkt sie beim besten Willen nicht. Sie hat vielmehr einen sehr ruhigen und gelassenen Charakter, gibt kaum bis gar keine Emotionen preis, weshalb man sich schon fast wieder wünschen würde, dass sie irgendetwas an impulsivität zu Tage bringt.// Stattdessen aber verlautete nur ein mattes Seufzen seitens der Fremden die sich Yakira nannte und drehte sich daraufhin um, Miku den Rücken zudrehend. Was wohl in ihrem Kopf vor sich ging? Mal abgesehen von bitterer Enttäuschung, versteht sich. Miku selbst wusste nicht genau, was sie fühlen sollte. Ob es bittere Ahnungslosig- oder viel eher Hilflosigkeit war, die ihre Seele gefangen hielt und wie eine marmorierte Statue an der Stelle stehen ließ, als wäre sie schon seit Beginn ihres Daseins hier. Für eine ganze Weile ging ein Schweigen um, welches die Situation nicht wirklich besser zu gestalten schien und ihr nur mehr mulmig zumute werden ließ -- doch, glücklicherweise, ergriff ihre Gegenüber dann wieder das Wort und gab ihre Gedanken preis. Was sie jedoch zu Sprache brachte, von ihr verlangte, ließ Miku abermals verwundert daherstieren. Sie sollte sich umdrehen und abwarten? Aber warum das denn? Worauf sollte sie denn warten? Auf ein Wunder? Gottes Segen? Wie würde sie das selbst erledigen wollen? Die Karte befand sich hinter dicken Glas, welches sich wohl nur duch eine Panzerfaust selbst oder der Explosion einer Granate wirklich zerstören ließ. Wie also wollte sie da dran kommen? Das Glas bestechen? Ihre Nägel benutzen wie die Spionagefrauen in den Filmen? Wie Catwoman? //Okay. Bei Katze und Mensch in Kombination sollte ich vielleicht besser die Klappe halten.// Aber das tat sie ja ohnehin die meiste Zeit. Ja auch nun, wo ihre Verwunderung und Neugierde kaum größer sein konnte, nickte sie einfach nur und tat, was man ihr auftrug; Sie wandte ihr den Rücken zu, verschrenkte die Arme leicht und mehr halbherzig vor der Brust und lauschte in die Ferne, dem Krachen und Klacken, welches eindeutig von der Scheibe drang. Was... was um alles in der Welt tat sie dort nur? Wie brachte sie das Glas zum Nachgeben und brechen? Mit bloßer Kraft? Nein, das war nie und nimmer möglich. Zumindest nicht für einen normalen Menschen, dessen Gene nicht verschandelt wurden. Sollte sie sich umdrehen und nachschauen, sich selbst überzeugen und eigenhändig die Antworten erbringen? Aber dann würde sie ja gegen die Bitte der Weißhaarigen verstoßen, die nicht unbedingt so wirkte, als würde sie es schön finden, wenn man sich ihren Worten widersetzte.

Die Ehrfurcht hielt sie davon ab, sich irgendwie zu rühren, weshalb sie stattdessen einfach nur abwartete und versuchte, sich gedanklich einen Reim auf das Geräusch zu machen, welches haarespaltend durch die Morgendämmerung schallte. Doch dann... Stille. Nichts mehr zu hören, bis auf die fahlen und sachten Schritte, die über den Asphalt huschten und sich Miku's Position näherten. Unweigerlich folgte die Stimme der Frau und die Brünette drehte sich prompt, sie anblickend, ihre Gesichtszüge die stoisch wie eh und je wirkten, dann aber zu der Karte in ihren zerkratzt und teilweise sogar blutig gescharbten Händen. Wie...wie hatte sie das nur angestellt? Und warum? Hatte sie keine Schmerzen? Miku fehlten die Worte, weshalb sie weiterhin dreinstarrte, als hätte sie wieder eine ihrer Geistervisionen, als würde sie nicht wissen, wie sie mit der Situation umgehen wollte. Anormal war das Verhalten, keine Frage. Aber was könnte die Frau sonst sein, wenn nicht ein Mensch? Was war ihr Geheimnis? Offensichtlich war nicht nur Miku die absonderliche Kreatur hier. "A-alles... in Ordnung? Sie bluten, haben sich die Haut teilweise von den Händen gescharbt. Wie konnte...das nur passieren?" Diese Fragen konnte sie sich einfach nicht verkneifen, was man doch durchaus nachvollziehen könnte. Im Normalfall zumindest.
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Yakira Videl Phaena

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BeitragThema: Re: Bushaltestelle   Mi Mai 25, 2016 6:16 pm


Warum kümmerte es sie, wo dieser kleine, mindere und kaum von Bedeutung scheinende Kratzer an ihrer Hand herkam? Was einzig und alleine doch nur zählte, war das Objekt, welches sich in ihrem schnürendem Griff befand. Eben jenes, welches sie begehrt und nun, dank ihrer, wenn auch rabiaten, Vorgehensweise in ihrem Besitz hatten. Mithilfe der Karte würden sie endlich die richtige Straße finden und somit Miku's Haus ausfindig machen können. Ihr Orientierungssinn war wahrlich schlecht aber, angesichts der Tatsache, dass sie hier noch nicht lange lebte, konnte man es ihr kaum zum Vorwurf werden lassen. Die geballte Hand nun geöffnet, wie eine Blume die am Morgen erblühte und sich vom träufelndem Tau befreite, zeigte sie ihrer Gegenüber nun etwas genauer, was sich unter der blutenden Wunde befand und was sie dank diesem Akt hatte an sich reißen können. Ihre Sorgen seien zudem unbegründet. Ein Mutant wie sie verspürte kaum bis gar keinen Schmerz, nun, zumindest nicht bei solch minderwertigen Verletzungen wie diese hier. Da, wo es einen Menschen vielleicht zu schmerzen begonn, verspürte Yakira ein ledigliches 'Kitzeln', allerhöchstens ein oberflächlich und sehr schwaches Ziehen, wie eine Art 'Phantomschmerz' -- nicht wirklich da und doch irgendwie präsent. Zumindest versucht ihr Gehirn das zu vermitteln, obgleich die Kratzer lächerlich waren. Besonnen war ihr Blick, während sie sowohl Karte als auch Miku in Augenschein nahm, ihr Kopf eine leichte Neigung vollführend, woraufhin sich ihre lange Mähne zur Seite legte, jedoch nicht ihren Blick in irgend einer Weise verschleierte. ,,Wieso ist das von Beduetung? Was zählt ist die Karte. Ich habe sie mit Gewalt aus einer der Häuschen holen müssen. Anders wären wir nicht dran gekommen." Warum sie sich letzten Endes, wenn auch vage, nun doch ihr gegenüber rechtfertigte und erklärte, war der Hasenfrau selbst nicht ganz klar aber... wenn es die Nerven ihrer Gegenüber beruhigte, warum nicht.

Darauf wartend, dass sie sich endlich die Karte nehmen und einen Blick darauf werfen würde, verharrte Yakira an Ort und Stelle, ein Hauch von Ungeduldigkeit nun deutlich in dem Funkeln ihrer roten Augen präsent. Sie waren nun schon wirklich lange genug auf den Straßen herumgegeistert, ohne Wegpunkt, ohne klarer Übersicht. Das sollte sich nun dank des Fetzen Papieres ändern. Hoffentlich. ,,Können wir nun endlich aufbrechen? Mir behagt es nicht um solche Uhrzeiten an einer Bushaltestelle zu stehen, wo ein Schwarm von Menschen jederzeit auftauchen könnte." Obendrein hatte sie ja auch noch eine Rechtswidrigkeit begangen -- was ihrer Natur selbstverständlich kaum gleichgültiger sein könnte doch wollte sie Miku deswegen nicht in Schwierigkeiten bringen. Es wäre besser, sie würden verschwinden und nicht den offensichtlichen Anschein erwecken, an der Zerstörung des Kartenhauses Schuld zu tragen. Und wenn ihr Instinkt und ihre scharfen Sinne nicht getrügt waren, so könnte sie sogar schwören, Schritte zu hören. Rasche Schritte, die weder ihr noch Miku gehörten. Ja, es wäre definitiv an der Zeit, sich in Bewegung zu setzen. Sie schätzte, dass es maximal fünf bis sieben Minuten dauern könnte, bis der Passant hier ankommt, vielleicht auch früher. Das käme ganz drauf an. Ihre Verletzungen, die von alleine abheilen würden, könnten sie auch später noch genauer unter Beschau nehmen.
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Miku Hinasaki

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BeitragThema: Re: Bushaltestelle   Do Aug 18, 2016 10:06 pm


Der Schock und die schier endlose Verwunderung spiegelten sich weiterhin in Miku's Zügen ab, während sie die Wunde ihrer Gegenüber ein wenig länger und vor allem genauer begutachtete. So rücksichtslos war sie mit ihrer eigenen Gesundheit umgesprungen, nur um diese vermaledeite Karte aus dem Häuschen zu bekommen. Gewalt war im besten Falle immer die letzte Lösung, wie auch in diesem, und obgleich kein anderer dadurch zu schaden gekommen war, fühlte sich die Brünette zunehmend schlechter. Dies geschah immerhin hauptsächlich nur wegen ihr. Würde sie sich einmal auf Anhieb einen Weg merken, die Konzentration und den Fokus beibehalten, dann wären sie schon längst bei Rei's Wohnung angekommen und all das hier hätte gar nicht erst passieren müssen. Nun wäre zu befürchten, dass die Frau sich eine Infektion oder schlimmeres zuziehen könnte und das die Polizei aufgrund der zerschlagenen Scheibe irgendwie auf sie aufmerksam werden könnten. Immerhin war das beschädigtes Material einer dritten Person, auch wenn es der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wurde. Einen Kaugummiautomaten zerstörte man ja schließlich auch nicht einfach, nur weil man nicht die Farbe oder Geschmacksrichtung bekommen hatte, die man eigentlich wollte. So oder so, sie hatten sich strafbar durch diese Tat gemacht und wenn es versteckte Kameras an der Bushaltestelle gab, dann wüsste die Polizei auch, wo sie demnächst zuerst suchen müsste. Ein schwerer Brocken steckte Miku im Halse, als sie sich die Vorstellung ein wenig näher brachte, an das enttäuschte Gesicht dachte, welches Rei sicherlich auftragen würde, würden irgendwann die Cops vor ihrer Türe stehen und nach ihrer Assisstentin verlangen. Nun, die war sie dann die längste Zeit gewesen, mit Sicherheit. //Gerade einmal nur ein paar Tage in New Raccoon und schon geht alles den Bach runter. Vielleicht... vielleicht hätte ich in Japan beiben sollen. In meiner Heimatstadt, das übliche erledigen. Meine Gedanken und die stetige Einsamkeit hätten mich dann aber wohl doch langsam aber sicher um den Verstand gebracht//. Egal wie sie es auch drehen oder wenden würde, beide Situationen waren nicht gerade anregend oder zutiefst erfreulich. Es blieb eigentlich nur zu hoffen, dass ihre Strafe nicht allzu gravierend ausfallen würde. "Das... das ist nicht gut. Sowohl die Verletzung als auch das beschädigte Tickethäuschen. Man könnte uns im Moment beobachten, via Videokamera. Die verstecken sie gerne in unauffälligen Ecken und Winkeln, wo keiner drauf achtet, wenn er... Mist baut. Vielleicht hat man uns schon längst bemerkt und die Polizei ist auf dem Weg hierher!", gab Miku ihre Sorgen nun preis und wirkte zunehmendst beunruhigt, fast schon panisch, die kleinen, zierlichen Fingerchen sich rastlos umeinander windend und drehend, als würde sie unsichtbare Fäden verweben. Eigentlich hatte sie sich vorgenommen, ihre Gefühle, diesen innerlichen Tumult, nicht allzu starken Ausdruck nach außen hin zu verleihen, doch angesichts der Situation war das weitaus schwieriger als erwartet.

Es wäre definitiv an der Zeit aufzubrechen. Insbesondere jetzt, wo eine Sicherheitskraft bereits im Anmarsch sein könnte und sie sich im schlimmsten Falle noch einem Verhör unterziehen oder gleich in den Knast wandern müssten. Ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken. Sie wollte nicht länger drüber nachdenken, sondern einfach nur verschwinden - verschwinden - verschwinden. Sich in Luft auflösen und erst in ein paar Wochen wieder sichtbar werden, in der Hoffnung, dass die Sache bis dahin längst in Vergessenheit geraten ist. So einfach wäre es aber wohl nicht. Für diesen Mist müsste sie geradestehen, die Strafe auf sich nehmen, denn nichts blieb je unvergolten im Leben. Fortuna war stets launisch und Karma konnte so manchem einmal das Bein stellen. "Ja, gut. Dann lass uns... schnell aufbrechen, bevor wir schon wieder aufgehalten werden. Immerhin haben wir ja noch etwas zu klären." All der Ärger nur für ein simples Gespräch, welches sie rein theoretisch auch im Park hätten weiterführen können. Aber nein, es musste in heimeligen vier Wänden stattfinden. Dort, wo niemand mitlauschen könnte. Und doch könnte sie dafür nun hinter den ach so gefürchteten eisenharten Gittern landen. Unruhig wankte sie neben der Weißhaarigen umher, entfaltete die Karte mit ungleichen Handbewegungen und hatte damit zu kämpfen, sich nicht vollkommen zu verkrampfen, überblickte die Straßen nachdenklich, doch fiel es ihr sichtlich schwer, bei klarem Verstand zu bleiben. Rei's Haus dürfte nicht mehr allzu weit entfernt sein. Ein paar Haupstraßen und Seitengassen weiter und... sie dürften endlich angekommen sein. "Gut. Wir nehmen... die Straße dort vorne und laufen ungefähr zwei Abzweigungen weiter, biegen dann nach Links in die Nebengasse ein, immer geradeaus um dann rechts einzubiegen; in der folgenden Straße müsste die Wohnung dann auch schon sein", erklärte sie, holte dabei einmal tief Luft und deutete in die rechte Richtung, um es Yakira auch noch einmal verständlich veranschaulichen zu können. Diese war ja leider immernoch verletzt also wäre es gut, wenn sie sich beeilen würden. Die Wunde musste versorgt werden - so schnell wie möglich!
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Yakira Videl Phaena

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: Vorsichtig...
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BeitragThema: Re: Bushaltestelle   Di Nov 22, 2016 5:42 pm


Nun, endlich schienen sich die Dinge in Gang zu setzen. Die Karte war gelesen und Miku schien sich auch urplötzlich an die rechte Strecke erinnern zu können. Oder zumindest machte sie so den Anschein. Yakira würde ihren Worten für den Moment einfach mal Glauben schenken, wortlos folgen, und darauf hoffen, dass sie baldmöglichst bei ihrer Wohnung ankommen würden, damit das eigentliche Gespräch endlich beginnen und sie ihren Wissensdurst befriedigen könnte. Warum das Mädchen sich bei Berührung mit kaltem Wasser in eine Katze verwandelte, war immerhin bis zum jetzigen Zeitpunkt ein Mysterium geblieben. Aber, sie würde schon dahinter kommen. Auf die ein oder andere Weise. Vielleicht hatte Umbrella etwas damit zutun, im besten Falle Albert Wesker persönlich. Dann würden alle Wege zu ein und denselben Ziel führen und Yakira könnte endlich ihre Rache bekommen. Das, wonach sie sich seit Jahren schon so sehr sehnte, wofür sie eigentlich lebte, atmete... doch, was würde dann danach kommen? Was würde sie machen, wenn Umbrella endlich und ein für alle Mal am Ende wäre? Nie wieder kommen würde? Das Böse schläft ja bekanntlich nicht, noch macht es Pause aber es wäre immerhin eine Befriedigung. So, als hätte sie sich selbst von ihren Fesseln befreit und sich eine Chance eingeräumt fortan in Ruhe und Frieden ein einigermaßen normales Leben führen zu können. Nun, so 'normal' wie es unter gewissen Umständen eben möglich wäre. Das würde sie sich zumindest wünschen. Dieses kleine bisschen Menschlichkeit, welches sie vorher besessen hatte. Bevor man sie zu dem gemacht hatte, das sie nun darstellte und bis an ihr Lebensende auch sein würde. Das Umbrella Gnade walten und sie irgendwie zurückverwandeln könnte das wagte sie stark zu bezweifeln. Nein. Sie musste mit dem Hier und Jetzt leben, nicht der Vergangenheit nachhängen. Nichts würde sich dadurch verändern, zumindest nicht zum besseren, sondern viel eher zum schlechten.

,,Dann lass uns endlich losgehen, bevor ich mir die Beine in den Nacken stehe. Ich möchte diese unerwartete 'Reise' endlich hinter mich bringen", folgten ihre Worte, ehe sie der Brünetten dicht auf den Fersen blieb. Gemeinsam verließen sie die Bushaltestelle und auch, wenn sie die Fürsorge des jungen Dinges irgendwie wertschätzte, so war sie froh, dass sie nicht weiterhin darauf bestand, sie verarzten zu müssen. Diese Wunde war im Vergleich zu dem, was sie sonst so abbekommen hatte, ein kleiner, mickriger Kratzer, den ihr wundersamer, genetisch veränderter Körper binnen weniger Stunden vollendst verschwinden lassen würde. Die Blutung hatte ohnehin schon längst wieder aufgehört, was bedeutete, das der Heilungsprozess bereit im vollen Gange war. Die Arterie würde sich schnell schließen, anschließend die äußerliche Wunde, bis eine kleine Kruste übrigbleiben und schlussendlich abfallen würde. Danach erscheint es so, als wäre ihr nie etwas passiert. Ganz einfach. Was Miku wohl dazu sagen würde? Wie würde sie reagieren, wüsste sie auch um Yakira's wahres Wesen? Vielleicht würde sie ihr die Wahrheit ja offenbaren, sobald sie ihre Geschichte zu hören bekäme. Immerhin teilten sie sich ein ganz ähnliches Schicksal; Sie waren beide zu unfreiwilligen Tierwesen gemacht worden. Yakira hatte diese Erscheinung durchgehend, wohingegen sich Miku einfach nur vor kaltem Wasser schützen müsste. Das sollte zwar nicht heißen, dass sie es zwingend besser und einfacher hatte, aber immerhin die Chance besaß, das Bild eine normalen Menschen aufrecht zu erhalten. Sie hingegen hatte da eher schlechte Chancen. Die Hasenohren und den Puschel zu verstecken war manches Mal doch ein äußerst schwieriges Unterfangen. Aber, genug des Selbstmitleides. In dessen stickig klebriger Suppe hatte sie sich damals schon zu oft und zu lange gesuhlt. Es musste ja irgendwie wieder vorangehen -- und Miku schien im Moment ihre beste Karte, der ideale Trumpf, zu sein. Wortlos nickte sie auf des Mädchens Wegbeschreibung hin, bog rechts ein, so wie sie es vorgeschlagen hatte, ließ ihr aber weiterhin den Vortritt. Immerhin hielt sie ja auch die Karte in der Hand, nicht Yakira. Sie hoffte einfach nur weiterhin, dass sie baldigst ankommen würden. Diese ständige Lauferei war doch erschöpfender, als erwartet. ,,Ich hoffe, du liest die Karte auch richtig. Diese Stadt ist groß und ich will nicht noch mehr Zeit verschwenden."
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